Aktuelles

Digital und trotzdem teuer

31.07.2018 | 19:00 Uhr | Herbert Fromme

Die Allianz will in der Lebensversicherung zunehmend junge Kunden anlocken und erfindet ein neues Produkt, das digital, flexibler und hipper sein soll. Bei den Kosten langt der Konzern allerdings ordentlich zu.

Digital und trotzdem teuer: Die neue Allianz-Police

31.07.2018 | 14:30 Uhr | Herbert Fromme

Die Allianz kommt mit einer neuen Police speziell für junge Leute auf den Markt. Das Produkt „Fourmore“ soll zunächst online angeboten werden, später aber auch über Vermittler. Kunden können jederzeit Einzahlungen und Auszahlungen vornehmen, auch sonst ist das Angebot sehr flexibel. Das Geld wird im Deckungsstock und in einem Sondervermögen gehalten. „Fourmore“ ist nicht billiger als Angebote, die traditionell verkauft werden: Die Allianz kassiert für jede Einzahlung vier Prozent, außerdem 0,8 Prozent auf das eingezahlte Geld pro Jahr und 0,18 Prozent für die Verwaltung der Kapitalanlagen.

Durchleitungsgebot: BaFin sucht Klarstellung

31.07.2018 | 13:00 Uhr | Christian Bellmann

Die BaFin weist die Kritik von Verbraucherschützern zurück, sie torpediere die mit der neuen EU-Vermittlerrichtlinie IDD beabsichtigte Stärkung der Honorarberatung. Maja Kreßin, Fachanwältin für Versicherungsrecht bei der Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten (BdV), hatte in einer Kolumne auf Versicherungsmonitor.de kritisiert, dass die BaFin in ihrem aktuellen Rundschreiben Versicherern ein Schlupfloch aufzeigt, wie sie auch weiterhin ausschließlich Bruttotarife anbieten können. Ungeachtet einiger Missverständnisse liegt der Kern der Debatte in der unterschiedlichen Gesetzesauslegung von BaFin und BdV: Im Gegensatz zu den Verbraucherschützern vertritt die BaFin den Standpunkt, dass es Versicherern auch nach der IDD freisteht, ob sie mit Honorarberatern zusammenarbeiten wollen oder nicht.

Swiss Re mit Kooperation bei US-Flutversicherung

31.07.2018 | 12:00 Uhr | Anna Gentrup

Der Rückversicherer Swiss Re hat sich mit dem US-Versicherer Security First Insurance zusammengetan. Gemeinsam bieten sie im US-Bundesstaat Florida eine Gebäudeversicherung an, die Wasserschäden durch Überschwemmung abdeckt. Die Absicherung von Flutschäden ist in den USA ein heikles Thema. Am Dienstag, den 31. Juli 2018, läuft das nationale Flutversicherungsprogramm aus, das mehr als fünf Millionen Versicherungsverträge umfasst. Der Kongress hat noch nicht über eine Verlängerung entschieden, die Zukunft der Fluthilfe ist unklar.

Diskussion über Dürreversicherung

30.07.2018 | 12:30 Uhr | Herbert Fromme

In die Debatte über Ernteschäden kommt Bewegung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium bereitet ein Papier zum Risikomanagement für die nächste Konferenz der Minister von Bund und Ländern vor. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk von der CDU fordert eine staatlich geförderte Mehrgefahrenversicherung, wie sie in den USA und in vielen EU-Ländern bereits existiert. Doch Experten bleiben skeptisch: „Zwei gute Jahre, und alle Vorsätze sind vergessen“, sagt Rainer Langner, Chef der Vereinigten Hagelversicherung in Gießen.