Aktuelles

Allianz verkauft Taiwan-Lebensbestand an China Life

19.10.2017 | 12:30 Uhr | Caroline Biallas

Der Münchener Versicherer Allianz will 78.000 hochverzinste Lebensversicherungsverträge seiner asiatischen Tochter Allianz Taiwan Life loswerden. Käufer ist China Life. Bereits vor einem Jahr wollte die Allianz den Bestand in Taiwan verkaufen, doch die Finanzaufsicht blockierte damals die Transaktion. Geben die Finanzwächter dieses Mal grünes Licht, könnte die Übernahme laut Allianz bereits Mitte 2018 abgeschlossen sein.

Reine Schikane

18.10.2017 | 18:30 Uhr | Herbert Fromme

Weil der Versicherer Zahlungen verzögerte, wird die sächsische Firma Color Textil nun nicht mehr aufgebaut. 150 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Solche schikanösen Verzögerungen sind offenbar kein Einzelfall in der Industrieversicherung.

EU-Politiker fordern IDD-Fristverlängerung

18.10.2017 | 14:15 Uhr | Jonas Tauber

Der Wirtschaftsausschuss des europäischen Parlaments sieht die Gefahr, dass die Versicherer in einzelnen Mitgliedsstaaten mit der derzeit für Februar 2018 vorgesehenen Umsetzung der Vertriebsrichtlinie IDD überfordert sind und hat eine Fristverlängerung bis Oktober kommenden Jahres vorgeschlagen. Damit es so kommt, muss die europäische Kommission zustimmen. Der Abgeordnete Werner Langen begründete den Vorstoß damit, dass die Kommission die beiden delegierten Rechtsakte zur IDD erst am 21. September und damit um Monate verspätet vorgelegt hat.

Kreditversicherer fürchten Zinsanstieg

18.10.2017 | 13:45 Uhr | Friederike Krieger

Die Versicherungswirtschaft leidet unter den seit Jahren niedrigen Zinsen. Ein plötzlicher Zinsanstieg wäre aber auch nicht gut. Er würde nicht nur Lebensversicherer in die Bredouille bringen, sondern auch zu einer Schadenwelle bei Kreditversicherern führen. Auch die zunehmende Cyberkriminalität könnte zu vermehrten Firmenpleiten und damit Schäden führen. Momentan ist der Markt sehr käuferfreundlich: Die Kreditversicherer sind bereit, hohe Deckungslimite zu geringen Prämien zu gewähren. Experten fürchten, dass sie sich zu viel Risiko für zu wenig Geld aufhalsen.

Munich Re will Hyperloop versichern

18.10.2017 | 13:30 Uhr | Patrick Hagen

Passagiere, die mit 1.000 Stundenkilometern in Kapseln durch eine Röhre geschickt werden – so will das Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT) es möglich machen, in 30 Minuten von Berlin nach München zu reisen. Munich Re arbeitet seit dem vergangenen Jahr mit HTT zusammen und hat die Risiken des Projektes analysiert. Das Ergebnis: Der Rückversicherer hält das Projekt für realisierbar. Als nächstes soll Munich Re ein Versicherungskonzept für den Hyperloop erarbeiten.

Fahrig wird Kontinentaleuropa-Chef von Marsh

18.10.2017 | 12:30 Uhr | Caroline Biallas

Siegmund Fahrig verantwortet künftig das Kontinentaleuropa-Geschäft beim Industrieversicherungsmakler Marsh. Er folgt damit auf Flavio Piccolomini, der kürzlich zum Chef der International Division von Marsh ernannt wurde, bleibt aber auch Deutschlandchef. Außerdem: Tullio Ferrucci wird neuer Chef des Run-off-Spezialisten Darag Italia.

Makler kritisieren Zeichnungsverbote

18.10.2017 | 12:00 Uhr | Herbert Fromme

Der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) kritisiert Versicherer, die pauschale Zeichnungsverbote für ganze Branchen aussprechen. Jüngstes Beispiel sind Krankenhäuser. Dafür gebe es ohne Einzelfallprüfung keine Rechtfertigung. Die Makler berichten von Preissteigerungen in vielen Sachsparten, während der Markt in Haftpflicht weiter weich ist. In der Sachversicherung kommt es in manchem Fällen zu unterschiedlichen Prämiensätzen in Konsortien, gelegentlich sogar zu unterschiedlichen Bedingungen. Mit der eigenen wirtschaftlichen Lage ist die Branche hoch zufrieden, vom Brexit erwartet sie kaum negative Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Makler beklagen Versichererschikanen

18.10.2017 | 12:00 Uhr | Herbert Fromme

Industrie- und Gewerbeversicherer aus der zweiten Reihe versuchen immer öfter, mithilfe spezialisierter Anwaltskanzleien im Schadenfall die Zahlung abzuwehren oder hinauszuzögern. Das beklagt der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM). VDVM-Chef Georg Bräuchle, im Hauptberuf Geschäftsführer bei Marsh, nennt einen Fall, in dem die SV Sachsen nach einem Schadenfall insgesamt 800 Dokumente von einem Kunden anforderte, die zum Teil 30 Jahre alt sind.

Schutz der Helfer wird immer wichtiger

18.10.2017 | 10:30 Uhr | Jonas Tauber

Beim World Health Summit plädieren Experten dafür, bei der Krisenhilfe die G7- und G20-Staaten stärker einzubinden. Fehle es an finanziellen und strukturellen Mitteln, könnten auch die besten medizinischen Kenntnisse nicht helfen.

Daimler könnte auf Rückruf-Kosten sitzen bleiben

17.10.2017 | 14:15 Uhr | Nina Nöthling

Der Autohersteller Daimler muss mehr als eine Million Fahrzeuge zurückrufen, einige davon sind erst wenige Monate alt. Der Airbag bei sieben verschiedenen Modellen könnte ohne Unfall plötzlich auslösen, da sich das Lenkrad elektrisch auflädt, die Spannung aber durch ein fehlerhaftes Kabel nicht richtig abgeleitet werden kann. Daimler könnte auf den Kosten für die Reparaturen und den Rückruf sitzen bleiben, da Autohersteller wie Daimler in der Regel keine Rückrufkostenversicherung haben.


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