Aktuelles

Kfz-Versicherern steht Prämieneinbruch bevor

31.08.2016 | 14:00 Uhr | Friederike Krieger

Seit 2011 steigen die Durchschnittsprämien im Kfz-Versicherungsmarkt. Damit könnte es aber im kommenden Jahr schon wieder vorbei sein. Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss rechnet damit, dass der Höhepunkt der Preisentwicklung erreicht ist und die Prämien ab 2017 wieder sinken könnten. Noch stärker werden allerdings selbstfahrende Autos das Kfz-Versicherungsgeschäft verändern. Der Kfz-Haftpflichtversicherungsmarkt könnte bis zum Jahr 2030 rund 30 Prozent seines Volumens verlieren.

BaFin klärt Rückversicherung per Korrespondenz

31.08.2016 | 13:45 Uhr | Jonas Tauber

Seit Inkrafttreten der EU-Eigenkapitalregeln Solvency II am 1. Januar 2016 brauchen Rückversicherer aus Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums für den Verkauf von Deckungen an deutsche Kunden grundsätzlich die Erlaubnis der BaFin und eine Niederlassung in Deutschland. Ausgenommen sind Anbieter aus der Schweiz, Bermuda und Japan. Bei Anbietern aus anderen Drittstaaten dürfen Gesellschaften Rückdeckungen nur über die sogenannte Korrespondenzversicherung abschließen. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, klärt die BaFin in einer Auslegungshilfe. So dürfen unter bestimmten Bedingungen auch deutsche Vermittler tätig werden.

Aon gründet Mehrfachagenten

31.08.2016 | 12:30 Uhr | Herbert Fromme

Aon geht mit einem eigenen Mehrfachagenten auf den Markt. Die One Underwriting Agency GmbH zielt auf kleinere und mittelgroße Kunden sowie auf kleinere, bündelbare Risiken großer Kunden. Die neue Gesellschaft wird als Tochter der Aon Holding Deutschland neben Aon Versicherungsmakler Deutschland agieren, es soll eine vollständige Trennung zwischen den Gesellschaften geben. Das sagten Onno Janssen, Deutschlandchef des Aon-Erstversicherungsmaklers, und Hartmuth Kremer-Jensen, Geschäftsführer der Aon Versicherungsmakler Deutschland, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Der Schritt sei auch wichtig, um rechtlichen Entwicklungen wie dem BGH-Verbot der Schadenbearbeitung durch Makler gerecht zu werden.

Basler drückt auf Baloise-Ergebnis

30.08.2016 | 12:30 Uhr | Jonas Tauber

Eine Nachreservierung bei den deutschen Basler Versicherungen hat der Schweizer Konzernmutter Baloise im ersten Halbjahr einen um 25 Mio. Franken (22,8 Mio. Euro) geringeren Gewinn beschert. Mit der Stärkung sei die deutsche Tochter für künftige Belastungen gut abgesichert, sagte Konzernchef Gert de Winter. Er will das Schaden- und Unfallgeschäft in Deutschland stärker auf kleinere Unternehmen und Privatkunden ausrichten, Industriekunden sollen eine geringere Rolle spielen. Der Personalabbau läuft offenbar nach Plan.

Bayerische: Disruption lässt auf sich warten

30.08.2016 | 12:00 Uhr | Friederike Krieger

Viele Experten erwarten, dass selbstfahrende Autos, Elektrofahrzeuge und neue Mobilitätskonzepte wie Carsharing die Kfz-Versicherung schon in zehn Jahren komplett verändern werden. Martin Gräfer von der Bayerischen glaubt, dass das Ganze nicht so schnell vonstattengehen wird. Denn Technik und Infrastruktur sind oft noch nicht ausgereift. Auch Telematik-Tarife hält er derzeit noch für keine gute Idee. Erst wenn Autohersteller die im Fahrzeug anfallenden Daten für Versicherer freigeben, können sich die Tarife auch für kleinere Gesellschaften rechnen, erklärte er auf einer Tagung in Köln.

MSG: Inex24 ist nicht gescheitert

25.08.2016 | 12:00 Uhr | Herbert Fromme und Anna Gentrup

Der Softwarehersteller MSG wollte mit der Ausschreibungsplattform Inex24 die Industrieversicherung ins digitale Zeitalter bringen. Der Versuch schlug fehl, denn die Beteiligten nahmen das System nicht an. Dennoch ist Inex24 nicht gescheitert, betont Sven Röhl, Chef von MSG Global Solutions Kanada, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Im Ausland soll die digitale Platzierung von Industrierisiken doch noch ein Erfolg werden. Industrieversicherer müssen die Digitalisierung angehen, warnt Röhl. Wer sich nicht digitalisiert, wird irgendwann ums Überleben kämpfen.

Chinesischer PKV-Markt auf Wachstumskurs

24.08.2016 | 13:30 Uhr | Jonas Tauber

Der chinesische Markt für private Krankenversicherungen wird in den kommenden Jahren aufgrund gestiegener Kundenerwartungen und staatlicher Anreize stark wachsen, erwarten Munich Re und die Boston Consulting Group. Das Prämienaufkommen wird sich laut einer Studie von derzeit umgerechnet 32 Mrd. Euro bis 2020 auf 147 Mrd. Euro fast verfünffachen. Besonders starkes Wachstum wird für sogenannte Rückerstattungs-Policen erwartet, die teurer aber auch flexibler sind als Verträge, die bei abgedeckten Diagnosen eine fixe Summe leisten.

S&P: Kaum Handlungsspielraum für Rückversicherer

24.08.2016 | 13:30 Uhr | Friederike Krieger

Weil die Rückversicherer sehr großen Wert auf eine vorsichtige Kapitalanlagepolitik legen, bleiben ihnen kaum Möglichkeiten, im derzeitigen Niedrigzinsumfeld höhere Renditen zu erwirtschaften. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Sie geht davon aus, dass sich die Kapitalanlage der Unternehmen in den nächsten Jahren nur minimal ändern wird. Die Rückversicherer werden allenfalls ihren Bestand an Anleihen mit einem Rating von BBB weiter ausbauen.

Allianz: Kfz-Versicherungssystem beibehalten

23.08.2016 | 13:45 Uhr | Anna Gentrup

Selbstfahrende Autos werden die Autoversicherung nicht grundlegend verändern, glaubt Martin Wehner, Leiter des Bereichs Private Kfz-Versicherung bei der Allianz Deutschland. Die Prämien werden zwar sinken, vor dem Aus stehe die Kfz-Versicherung aber nicht, sagt er im Interview. Davon, dass künftig vielleicht nicht mehr der Fahrer, sondern der Autohersteller für Schäden haftet, will die Allianz nichts wissen. Der Versicherer setzt sich dafür ein, im Kfz-Geschäft das Versicherungs- und Haftungssystem beizubehalten. Es sei für die neuen Risiken semi- und vollautonomer Fahrzeuge richtig aufgestellt.

Debeka: Keine Telematik in der PKV-Vollversicherung

23.08.2016 | 13:30 Uhr | Jonas Tauber

Telematik-Tarife mit Rabatten für gesundheitsbewusstes Verhalten sind in der privaten Krankenvollversicherung in Deutschland nicht möglich, sagte Debeka-Vorstand Roland Weber auf einer Konferenz in Berlin. Der Grund sind die Vorgaben des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Laut Weber sind entsprechende Tarife nur bei Zusatzversicherungen denkbar, wenn sie ohne Alterungsrückstellungen gerechnet sind. Interessant sind die Äußerungen vor dem Hintergrund eines Generali-Projekts: Der Versicherer plant die Ausweitung seines datenbasierten Gesundheitsprogramms Vitality auf die Krankenversicherung.


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